Weltpremiere des MCF-8

Weltpremiere des MCF-8

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MECOTEC Gruppe aus Bitterfeld-Wolfen liefert High-Tech Container MCF-8 für Transport und sichere Tiefst-Kühllagerung bei -20 °C bis -80 °C Grad von Covid-19 Impfstoffen auf die Philippinen

MECOTEC Gruppe aus Bitterfeld-Wolfen liefert High-Tech Container MCF-8 für Transport und sichere Tiefst-Kühllagerung bei -20 °C bis -80 °C Grad von Covid-19 Impfstoffen auf die Philippinen

„Die Pandemie wird erst dann bekämpft sein, wenn alle Menschen weltweit eine Impfung gegen das Covid-19 Virus erhalten haben. Daher ist es wichtig, dass wir in die Länder blicken, die noch am Anfang der Impfkampagnen stehen und aufgrund ihrer geographischen Lage und klimatischen Bedingungen vor ganz anderen Herausforderungen stehen, als es hier bei uns in Deutschland der Fall ist. Ein Beispiel sind die Philippinen, deren Bevölkerung von rund 100 Millionen Menschen sich auf knapp 900 bewohnte Inseln verteilt. Hier sind innovative Lösungen in Bezug auf die Lagerung und Verteilung der Corona-Impfstoffe gefragt und daher freut es uns, dass wir mit unserer Containerlösung, dem MCF-8, einen Teil zur Pandemiebekämpfung in diesem Land beitragen können“, so Enrico Klauer, Geschäftsführer der MECOTEC GmbH bei der heutigen Präsentation des Containers am Stammsitz des Unternehmens in Bitterfeld-Wolfen, die in Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann sowie der stellvertretenden Botschafterin der Philippinen in Deutschland, Frau Lillibeth V.Pono und Herrn Marc Pappert, Prokurist und Bereichsleiter Investorenservice der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG), stattfand.

„Wir sind stolz darauf, dass wir – auf Basis unserer über 20jährigen Erfahrung im Bereich der industriellen Tiefst-Kühlung – flexible Lösungen anbieten können, die die komplette Logistikkette, von der Tiefst-Kühlung des Impfstoffes direkt nach seiner Herstellung, bis zur Entnahme am Verteilzentrum abdecken“, so Klauer in seiner Ansprache.

„Der mobile Hybrid-Container wird im April auf die Philippinen geliefert. Diese Lösung wird die erste ihrer Art in Südostasien sein. Aufgrund der notwendigen Lagerung von Tiefst-Kühltemperaturimpfstoffen im großen Stil werden aus dieser Region weitere Bestellungen erwartet, so Deenad Sundramurthy, Vertriebsleiter für MECOTEC in Asien. “MECOTEC hat sich damit erneut als Marktführer für Industrielösungen bei extrem niedrigen Kühl-Temperaturen gezeigt.“ Auf den Philippinen wird der Container über die Vertriebsgesellschaft der Deutschen Motorgeräte Inc. (DMI) gemeinsam mit MECOTEC angeboten.

Die Botschafterin in Deutschland für die Philippinen, Maria Theresa Dizon-De Vega erklärt: „Für ein weitläufiges Archipel wie die Philippinen ist die Kühlung und der Transport als Teil der Logistikkette immer schon von großer Bedeutung gewesen. Mit den Anforderungen an die Tiefst-Kühlung für die potenziell lebensrettenden Covid-Impfstoffe wurde diese Anforderung auf ein völlig neues Niveau gehoben und wir freuen uns, dass ein deutsches Unternehmen wie MECOTEC dazu beiträgt, diesen Bedarf zu decken.“

Projektpremiere in Bitterfeld

Zur Vorstellung des Containers fand eine Veranstaltung in kleinem Kreis statt

Mrs Pono im MCF-8

Die stellvertretende Botschafter der Philippinen im Container (mit Jan Hüneburg und Enrico Klauer)

Besichtigung

Jan Hüneburg (COOLANT) erläutert Marc Pappert (IMG) die Container-Lösung

Minister Prof. Armin Willingmann in der Kältekammer

Auch die cryo:one plus kühlt auf Tiefstemperaturen

Fachgespräche

Enrico Klauer im Gespräch mit Minister Prof. Willingmann und Marc Pappert (IMG)

„Wir freuen uns, dass wir mit MECOTEC ein Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben, das vor allem mit seiner Innovationskraft überzeugt. Diesen Container, den wir heute hier sehen, gibt es kein zweites Mal auf der Welt – er verkörpert High-Tech Made in Germany, mehr noch: Made in Sachsen-Anhalt. Dieses Beispiel zeigt, was Großartiges entwickelt werden kann, wenn deutsche Ingenieurskunst weitergedacht wird“, so der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann. Er nahm damit Bezug auf die Entwicklungsgeschichte der Containeridee, die im Herbst letzten Jahres begann, als MECOTEC mit der Tiefst-Kühlung der Biontech-Impfstoffe beauftragt wurde. Damals ging es um die Fragestellung, wie der Impfstoff bei -80 °C Grad von der Produktionsstätte bis zum Verteilzentrum transportiert werden kann.

„Heute können wir das Ergebnis hier in Bitterfeld-Wolfen sehen und es ist beeindruckend, in welchem Tempo aus dem Nichts diese Lösung entwickelt und umgesetzt werden konnte“, so der Minister weiter. „Es freut mich dabei besonders zu erfahren, dass das Unternehmen MECOTEC insgesamt weiter erfolgreich auf Wachstumskurs ist und hierfür plant, die Anzahl der Mitarbeiter in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln und hierfür qualifizierte Fachkräfte sucht.“

„Der MCF-8 20‘ Container ist für den Transport, die Lagerung und die einfache Entnahme von tiefst-gekühlten Gütern, wie z.B. mRNA Impfstoffen entwickelt worden, die eine dauerhafte Kühlung bei Temperaturen von -20 °C bis -80 °C benötigen. Die Nutzkapazität für Impfdosen beträgt bei diesem Container rund eine halbe Million Impfdosen, die bei konstanten Temperaturen von bis zu -80 °C gelagert werden können. Aufgrund seiner 100% redundanten Stromversorgung, kann der Container ohne eine zusätzliche externe Stromquelle 24 Stunden betrieben werden, ohne dass hierfür eine erneute Betankung der eingebauten Dieselaggregate notwendig wäre. Dabei wird weder Trockeneis noch die Zugabe von Kühl-Akkus benötigt, was einen signifikanten Sicherheitsgewinn im Vergleich zu anderen Konzepten darstellt“, so Jan Hüneburg, Geschäftsführer der Industriesparte COOLANT in der MECOTEC Gruppe.

Der Container kann, auf Basis eines ISO Standard 10‘ oder 20‘ Containers, in allen Außenbereichen aufgebaut werden. Das darin eingebaute Tiefst-Kühllager wird über Hochleistungs-Kälteaggregate versorgt, die an den Seiten eingebaut sind. Im Arbeitsbereich für die Lageristen beträgt die Temperatur -20 °C, so dass das Arbeiten unter den gängigen Vorschriften für Kälteschutzbekleidung möglich ist. Der Impfstoff wird beim MCF-8 in insgesamt sechs Lukenschränken in Verpackungen gelagert und kann einzeln entnommen werden. Generell eignet sich diese Lösung besonders für Orte, an denen große Mengen von Impfstoffen gelagert werden müssen. Ein GPS-basiertes Monitoring-System sorgt für die sichere Überwachung des Containers.